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Christian Tillmanns

Wenn in der Luftfahrt von Risiko Management gesprochen wird, geht es in ersten Linie darum, jeden denkbaren Unfall zu vermeiden. Das Risiko muss auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Anders gesagt, hier ist kein Platz für Unternehmertum. Also vergessen Sie ganz schnell alles, was jemals an Vergleichen Pilot-Unternehmer produziert wurde. Es ist Quatsch.

Unternehmer müssen Risiko eingehen, sonst wären sie nicht Unternehmer geworden, aber Risiken bei denen es um Geld geht, sind grundsätzlich verschieden von solchen, die Leib und Leben bedrohen.

Auch die Cockpit Analogie für die Informatik ist nur begrenzt übertragbar. Die Anzeigen im Flugzeug sind relativ überschaubar und einfach zu verstehen. Würden wir Flugzeuge mit Instrumenten ausstatten, die wie bei Unternehmen üblich, alle irgendwie andere Kennzahlen anzeigen, könnten wir immer nur auf einem Flugzeug wirklich verstehen, was wir machen.
Cockpits von Flugzeugen sind heute so ausgestattet, dass sie nur noch etwas anzeigen - abgesehen von den üblichen Instrumenten für die Navigation usw. - wenn es brenzlig wird. Man nennt das Dark Cockpit. Wenn es dunkel bleibt, ist alles in Ordnung. Möchten Sie als Unternehmer im Dunkeln sitzen und wenn das Licht an geht, steht das Monster schon im Raum? Kaum, oder?
Können wir trotzdem etwas aus der Luftfahrt lernen? Sicher. Wir können lernen, uns nicht zu überschätzen. Die Swissair Piloten glaubten sie seien die Besten auf der Welt, trotzdem hatte die Swissair fast jedes Jahrzehnt einen schweren Unfall. Quantas hatte bisher noch keinen schweren Unfall in seiner Geschichte. Dahinter steckt eine Kultur die man erarbeiten muss. Das kommt nicht von heute auf morgen. Daran kann man sich ein Beispiel nehmen ... an der Swissair wird sich heute keiner mehr ein Beispiel nehmen wollen.

Serge Tischler

Kolumne im "ERFOLG" vom Juli 2011
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Eigentlich wollten wir nur neue Clogs (diese modischen Gummifinken) kaufen.
Dummerweise fahren wir an der Gratis-Wurst-Aktion des Restpostendiscounters vorbei
und natürlich haben alle im Auto Hunger. Kostet ja nichts. „Papa, warum verschenken
die eigentlich Würste an so viele Leute? Das kostet die ja bestimmt eine Menge Geld!“
Ich mag intelligente Fragen intelligenter Kinder - vor allem, wenn es meine sind Happy
„Weisst Du, die rechnen damit, dass die Leute dann bei ihnen viel einkaufen. Dann
machen sie mehr Umsatz und verdienen mehr als sie verschenkt haben.“ „Dann ist die
Wurst gar nicht richtig gratis?“ „Doch, die Wurst ist gratis - aber wenn wir schon hier
sind, können wir uns auch hier umschauen. Da hat‘s auch Clogs, sieh mal!“ „Das sind
aber nicht die mit den Blümchen!“ „Ja ja, dafür sind sie 2 Franken günstiger und eine
Wurst gibt‘s obendrauf. Such dir ein paar aus!“ Inzwischen hat meine Frau schöne
Blumentöpfchen und weitere hübsche Deko-Artikel gefunden, gemeinsam entdecken
wir noch ein paar supergünstige Lebensmittel, ein Dart-Spiel und Geschenkartikel. Der
Korb ist voll, die nette Kassiererin erhält 135.20 von mir und wir alle zur Belohnung die
Gratis-Wurst. Wieder beim Auto höre ich den Vorwurf meiner Tochter: „Ein Falafel wäre
mir lieber gewesen. Und die Clogs mit den Blumen auch. Das wäre bestimmt nicht
teurer gewesen als all der Krimskrams. Versprichst Du mir, dass wir nie mehr eine
Gratis-Wurst essen?“

Manchmal tun intelligente Fragen auch weh. Und das ist mir nicht Wurst - auch wenn
sie gratis ist.

Stichwörter: gratis, open source
Serge Tischler

Kolumne im "ERFOLG" vom Juni 2011
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Ich bin ja so verliebt! Die macht fast alles fr mich, ist immer und berall f켼r mich da, hat
kaum Ansprche und sieht umwerfend gut aus. Sie kam einfach auf mich zu, hat mich
umworben wie keine je zuvor. Ich stehe kurz davor, mein Ja-Wort zu geben und meine
Alte rauszuwerfen. Damals war ich begeistert: Sie war schnell, aufmerksam und
zuverlssig. Alles war neu. Sie war immer nur f줼r mich da. Das ist bei der Neuen nicht
so. Aber gekostet hat sie. Und tut es immer noch. O.k., ich habe sie nicht besonders gut
geschtzt und nicht immer auf die Spezialisten gehrt. Und doch hat sie sich alles
gemerkt, alles f춼r sich behalten und steht seit Jahren, ohne gross zu mucksen, bei mir.
Die Neue ist auf Wolke 7. Naja, nicht wirklich: Sie ist in irgendeiner Wolke. Nicht
greifbar. Und begreifbar? Ach, die Alte habe ich auch nie wirklich begriffen. Und mit der
Zeit merkt man, dass alle mit Wasser kochen und was dabei rauskommt, ist warme Luft.
... und letztendlich irgendein Wolkendunst. Irgendwo ... -
Ich muss nach Hause! Mit ein bisschen Pflege geht‘s meiner treuen Alten gleich wieder
besser. Ist vielleicht nicht ganz so hbsch, dafr nur f켼r mich da. Wer weiss, was die in
Wolke 7 alles ausplaudert. Vielleicht verdunstet sie ja ganz. Puh, das war knapp!

Stichwörter: Cloud
Serge Tischler

Kolumne im "ERFOLG" vom Mai 2011

Sex sells. Nackte Mdchen vor Autoreifen, schnellen Autos, Werkzeugksten. Und es wird gekauft. Nicht die M䤤dchen. Die Autoreifen. Fr viel Geld. Meine Pneus werden dann von der Dorfgaragistin im Bikini montiert. Der Schweiss mischt sich mit den Wasserperlen auf ihrem Krper. W춤hrend ich Ihr beim Reifenwechseln zuschaue, bringt mir eine andere Bikinidame einen Cocktail. Kaum zu hause mit den neuen Sommerpneus angekommen strzen sich all meine Nachbarinnen halbnackt vor das Auto. Es hat sich gelohnt, der Werbung nachzugeben und die Silikonbrustsommerreifen zu kaufen. Mit unserer Super-Software, die leider nicht so teuer ist, sollten wir das auch so machen: Silikonbrste auf die Werbung und unsere Programme gehen weg wie die warmen Semmeln. Jetzt mal im Ernst: Muss das sein? Es k켶nnte ja auch sein, dass unsere Produkte gekauft werden, weil sie wirklich gut sind und Lsungen bieten, die KMUs wirklich brauchen.

Wer will schon tagtglich mit nackten Frauen arbeiten...

P.S.: Liebe Frauen! Dasselbe gilt nat椼rlich nicht umgekehrt. Frauen lassen sich ja von nackten Mnnern in der Werbung nicht verfhren. Vielleicht k伶nnen Sie uns helfen, Ihren Mnnern klarzumachen, was sie im Geschft wirklich brauchen.

Stichwörter: ERFOLG, Sex
Christian Tillmanns

Das ist einfach. Wir wollen den Hndlern und den Firmen die wir vertreten, eine Mglichkeit geben, auf sinnvolle Art in Verbindung zu treten. Die Produkte, die wir Vertreiben sind etwas Besonderes. Es ist oft viel lokales KnowHow eingeflossen. Sie sind nicht Mainstream. Sie sind nicht was alle Anderen auch machen. Und gerade weil unsere Produkte besonders sind, m䶶chten wir auch fr unsere Kunden einen besonderen Service bieten.

Hier informieren wir ber Neues, Projekte und Produkte. Hier wollen wir Ihnen die M켶glichkeit geben, eigene Beitrge zu schreiben. Erzhlen Sie von Ihren L䤶sungen. Beschreiben Sie Probleme, stellen Sie neue Produkte vor.

Wir haben nur eine Einschrnkung. Wir mchten, dass es zivilisiert zu geht. Wir l䶶schen alles kommentarlos, das beleidigend oder unfltig ist. Seien Sie auch beim Kommentieren hflich, denn es k䶶nnte auch sein, dass Sie mal daneben liegen. Intelligente Toilettenbenutzer (vulgo: Klugscheisser) mag keiner.

In diesem Sinn laden wir Sie ein mit uns mehr Geld zu verdienen.

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Stichwörter: Informica, Kunden