Forrester hat eine interessanten Bericht über Social Software für Unternehmen heraus gegeben. Ich muss sagen, langsam aber sicher, werden die Instrumente wirklich spannend. Allerdings ist das Ganze nicht einfach zu verstehen. Wie damals mit Email, wird auch bei diesem Umbruch der Widerstand gross sein. "Wer braucht denn sowas?", "Bisher ging es ohne", "Das passt nicht zu unserem Unternehmen" usw. Alles schon mal da gewesen. Wenn man sich aber einmal etwas näher damit beschäftigt, ändert das Gefühl von "interessant" zu "irgendwie cool" zu "warum gibts das nicht schon länger". Die Lotus Notes Crack sagen da natürlich "hatten wir vor 10 Jahre schon". Stimmt, aber nicht so durchgängig und im Browser war es immer schon etwas schwieriger.
Für mich gibt es ein paar Killerkriterien für eine gute Plattform.
1. Der Email-Datenfriedhof muss weg. Emails müssen mit einem oder zwei Klicks anderen zugänglich gemacht werden können, ohne sie rumzuschicken.
2. Dateien müssen genau wie Emails behandelt werden. Einfache Rechtevergabe für zusätzliche Benutzer. Wir wollen keine neue Dateiablage mit Ordnern aufbauen, die halt nur im Browser funktioniert.
3. Alles muss miteinander verlinkbar sein. Es muss intuitiv sein.
4. Aktivitäten für Gruppen oder Teams ist ein absolutes Muss.
Was ich bisher gesehen habe, haben Jive und IBM Connections das am besten gelöst. Beide sind aber ziemlich aufwändige Installationen. Connections kann man auf einer einzigen Hardware installieren, das würde auch für ein kleines Unternehmen reichen, sonst sind aber sowohl bei Jive wie auch Connections mehrere Server nötig. Das schockt die Microsoft Fraktion weniger, sind diese doch Massen von Servern und Hardware gewohnt, die Linux und Lotus Fraktion sind das schon etwas zurückhaltender.
Am besten wäre es, wenn man so etwas einfach als fertige Appliance bekommen könnte. Ich muss mal mit Collax reden ...



